Aktuelles


20.02.2013
Neuregelung Urlaubsvergütung bei Arbeitsausfällen ohne Lohnanspruch

Wie mit Datum vom 04.01.2013 informiert, haben die Tarifvertragsparteien der Bauwirtschaft mit Wirkung ab 01.01.2013 die Urlaubsvergütung für gewerbliche Arbeitnehmer bei Arbeitsausfällen ohne Lohnanspruch neu geregelt und die Tarifverträge entsprechend geändert. Für Arbeitsausfälle aufgrund

  • Unverschuldeter Arbeitsunfähigkeit infolge von Krankheit (ohne Entgeltfortzahlung)
  • Ausfallstunden im Zeitraum vom 01.12. bis 31.03. mit Bezug von Saison-Kurzarbeitergeld ab der 91. Ausfallstunde

besteht ab dem 1. Januar 2013 ein Anspruch auf die sogenannte Mindesturlaubsvergütung.
Die Mindesturlaubsvergütung beträgt pro Ausfallstunde 14,25 % des zuletzt gemeldeten Bruttolohns pro lohnzahlungspflichtige Stunde.
Für Ausfallstunden bei Krankheit wird in der Regel der Bruttolohn des laufenden Monats als Berechnungsgrundlage verwendet, sofern neben den Ausfallstunden auch ein Bruttolohn vorhanden ist. Für Ausfallstunden bei Saison-KUG ist in der Regel der November, als letzter Monat vor Beginn des Schlechtwetterzeitraums, der Bezugsmonat als Basis zur Errechnung der Mindesturlaubsvergütung.
Der Stundenlohn errechnet sich dann aus dem gemeldeten Bruttolohn (ohne ggf. enthaltene Urlaubsvergütung) und den lohnzahlungspflichtigen Stunden, die ohne Urlaubsstunden gemeldet werden. Ebenso bleiben Einmalzahlungen wie beispielsweise Jubiläumszahlungen und die Auflösung von Arbeitszeitkonten unberücksichtigt.

Der Anspruch auf die Mindesturlaubsvergütung für Krankheit ohne Lohn entsteht im laufenden Monat und wird, nach Abgabe der Meldung, auf dem Arbeitnehmerkonto gutgeschrieben. Der Anspruch auf die Mindesturlaubsvergütung für Ausfallstunden bei Bezug von Saison-KUG, ab der 91. Ausfallstunde, entsteht zum Ende des Schlechtwetterzeitraums. Er wird dem Arbeitnehmerkonto nach Abgabe der Meldung für den Monat März gutgeschrieben.

Abgeltung:
Im Falle einer Urlaubsabgeltung sind die Ansprüche auf Mindesturlaubsvergütung auszuzahlen, unabhängig davon, ob eine Beitragsfinanzierung vorliegt oder nicht.

Verfallsregelung:
Der Anspruch auf Mindesturlaubsvergütung für Krankheitsstunden ohne Entgeltfortzahlung verfällt abweichend von der üblichen Regelung nicht mit Ablauf des Jahres, das auf die Entstehung des Anspruches folgt (Folgejahr), sondern erst zum 31.03. des danach folgenden Jahres. Ein Entschädigungsanspruch gegenüber der UKB entsteht nicht.
Der Anspruch auf Mindesturlaubsvergütung für Ausfallstunden bei Bezug von Saison-Kurzarbeitergeld verfällt mit Ablauf des Jahres, das auf die Entstehung des Anspruchs folgt (Folgejahr). Danach besteht für ein weiteres Jahr Anspruch auf Entschädigung gegenüber der UKB, soweit Beiträge für die aus dem Bruttolohn errechneten Urlaubsansprüche geleistet worden sind.

Für weitere Informationen zur Mindesturlaubsvergütung rufen Sie uns gerne unter 089/53 98 90 an.

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