Höhe der Urlaubsvergütung
für volljährige Arbeitnehmer

Die Höhe der Urlaubsvergütung richtet sich nach dem bis zum Urlaubsbeginn verdienten Bruttolohn (ohne Weihnachtsgeld und anteiligem 13. Monatseinkommen).

Die Urlaubsvergütung beträgt vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2017 für gewerbliche Arbeitnehmer 13,68 % des Bruttolohns sowie für Schwerbehinderte 15,96 %. Die Urlaubsvergütung setzt sich aus dem Urlaubsentgelt (11,4 %) und dem zusätzlichen Urlaubsgeld (20 % des Urlaubsentgelts) zusammen. Ab dem 1. Januar 2018 beträgt die Urlaubsvergütung für gewerbliche Arbeitnehmer wieder 14,25 % (11,4 % Urlaubsentgelt und 25 % zusätzlliches Urlaubsgeld) und für Schwerbehinderte 16,63 %. Mit der übergangsweisen Absenkung des zusätzlichen Urlaubsgeldes in den Jahren 2016 und 2017 beteiligen sich die Arbeitnehmer an der Finanzierung der neuen zusätzlichen Altersversorgung im Baugewerbe (Tarifrente Bau). Die Absenkung des zusätzlichen Urlaubsgeldes betrifft nicht den Urlaub, der 2015 entstanden ist und erst 2016 genommen wird.

Hinzu kommen eventuelle Ansprüche auf Mindesturlaubsvergütung für Ausfallstunden aufgrund Krankheit, für die kein Lohnanspruch bestand sowie Ausfallstunden aufgrund Saison-Kurzarbeitergeld ab der 91. Ausfallstunde

Der Anspruch auf Urlaubsvergütung besteht gegenüber dem Arbeitgeber. Er verfällt mit Ablauf des Kalenderjahres, das auf das Jahr der Entstehung dieses Anspruchs folgt.
Innerhalb eines weiteren Kalenderjahres kann der Arbeitnehmer eine Entschädigung in Höhe der Urlaubsvergütung für den verfallenen Urlaubsanspruch von der UKB verlangen.


Die Mindesturlaubsvergütungsansprüche für Ausfallstunden aufgrund unverschuldeter Krankheit ohne Lohnanspruch verfallen jedoch erst nach Ablauf von weiteren drei Monaten. Ein Entschädigungsanspruch gegenüber der UKB besteht für diese Ansprüche nicht.

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