Entschädigung für verfallene Urlaubsansprüche aus Bruttolohn und Mindesturlaubsvergütung wegen Saison-Kurzarbeitsstunden

Für verfallene Urlaubsansprüche aus Bruttolohn und MUV wegen Saison-KUG aus dem Jahr 2014 können Arbeitnehmer eine Entschädigung beantragen.

Beispiel:

Ein Arbeitnehmer hat noch Urlaub aus dem Jahr 2014 übrig. Der restliche Urlaub wurde zunächst nach 2015 übertragen und konnte bis zum 31. Dezember 2015 beim Bau-Arbeitgeber als Urlaub genommen werden.

Danach ist der Urlaub gegenüber dem Bau-Arbeitgeber verfallen. Der Arbeitnehmer kann nun im Jahr 2016 einen Antrag auf Entschädigung in Höhe der verfallenen Urlaubsansprüche stellen. Die Antragsfrist beginnt am 1. Januar 2016 und endet am
31. Dezember 2016. Nach dem 31. Dezember 2016 sind diese Ansprüche unwiderruflich verfallen.


Wird der Urlaubsanspruch 2015 nicht bis zum 31. Dezember 2016 vollständig gewährt oder abgegolten, so hat der Arbeitnehmer im Jahr 2017 (vom 1. Januar bis 31. Dezember) die Möglichkeit, eine Entschädigung in Höhe der verfallenen Resturlaubsvergütung 2015 bei der UKB zu beantragen.

Wichtig; Für Urlaubsansprüche aus Mindesturlaubsvergütung wegen Krankheit besteht kein Entschädigungsanspruch!

Entschädigungsantrag für 2014,
der am Bildschirm ausgefüllt werden kann.

Hier können Sie den Antrag auf Entschädigung direkt am Bildschirm erstellen und anschließend ausdrucken. Wenn Sie den Link "Entschädigungsformular zum Ausfüllen am Bildschirm" anklicken, öffnet sich eine Eingabemaske, in die Sie die erforderlichen Angaben eintragen können. Anschließend wird automatisch ein ausgefülltes Formular als PDF-Datei erstellt, das Sie ausdrucken können. Bitte unterschreiben Sie den Antrag (ist aus rechtlichen Gründen unbedingt erforderlich) und senden ihn per Fax an die Faxnummer (089) 539 89-71 oder per Post an die UKB.

Antrag als Blanko-Formular
zum Ausdrucken

Bitte senden Sie uns Ihren ausgefüllten Antrag nicht per E-Mail, sondern per Fax an die Faxnummer (089) 539 89-71 oder auf dem Postweg zu, da wir aus rechtlichen Gründen Ihre Original-Unterschrift auf dem Antrag benötigen.

Der Antrag auf Entschädigung kann auch formlos gestellt werden. Dazu bitten wir folgende Daten anzugeben:

  • Arbeitnehmernummer
  • vollständige Adresse
  • Steuer-Identifikationsnummer
  • Bankverbindung (bei Überweisungen in das Ausland bitte IBAN- und BIC-Nummer angeben)
  • Angabe der Konfessionszugehörigkeit (römisch-katholisch oder evangelisch)
  • Unterschrift

Hinweis:

Wenn die Entschädigung nicht in voller Höhe durch Arbeitgeberbeiträge finanziert worden ist, muss die UKB die Auszahlung entsprechend kürzen. Werden Beiträge nachentrichtet, ist eine nachträgliche Auszahlung möglich.

Antrag als PDF-Download:

Antrag auf Entschädigung für verfallene Urlaubsansprüche aus dem Jahr 2014
Download

Zuständig für die Bearbeitung der Entschädigungsanträge sind folgende Stellen:

Gemeinnützige Urlaubskasse des Bayerischen Baugewerbes e.V., für das Bundesgebiet Bayern.

SOKA-BAU (Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft), für das Bundesgebiet außer Berlin und Bayern

Sozialkasse des Berliner Baugewerbes (für Berlin)

Beachten Sie bitte folgende Hinweise:

  • Anträge können nur innerhalb der Antragsfrist bearbeitet werden.
  • Anträge können nur bearbeitet werden, wenn die Unterlagen vollständig eingereicht werden.
  • Der Antrag muss in jedem Fall vom Antragsteller unterschrieben werden.
  • Es muss eine Bankverbindung und die Steuer-Identifikationsnummer genannt werden.
  • Bei der Anforderung und dem Ausfüllen der Formulare ist (für Mitglieder) jeder Bezirksverband der IG BAU gerne behilflich.


Besteuerung der Entschädigungsansprüche

Entschädigungszahlungen sind steuerpflichtig. Seit dem 1.1.2004 ist die UKB berechtigt und verpflichtet, die Lohnsteuer abzuziehen und an das Finanzamt abzuführen (§ 38 Abs. 3a EStG).

Die UKB nimmt einen Abzug der Lohnsteuer in Höhe von pauschal 20% vor, sofern die Zahlung 10.000 EUR nicht übersteigt (§ 39c Abs. 5 EStG). Dazu kommt der Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Der Steuerabzug beläuft sich somit insgesamt auf 21,1% bzw. 22,7% vom Bruttobetrag.

Zusammen mit der Auszahlungsmitteilung bekommen die Arbeitnehmer eine so genannte "Besondere Lohnsteuer-
bescheinigung" zugeschickt, auf der die Berechnung und der Steuerabzug ausgewiesen sind. Die UKB führt die einbehaltenen Steuern an das zuständige Finanzamt für Körperschaften in München ab.

Bei Abgabe der Steuererklärung muss der Arbeitnehmer die "Besondere Lohnsteuerbescheinigung" beifügen. Das Finanzamt berücksichtigt die bereits von der UKB abgezogene Steuer. Je nach persönlichem Steuersatz kann sich dann gegebenenfalls eine Steuerrückzahlung von der bereits geleisteten Pauschale ergeben.

Tipp für Grenzgänger:

Wird eine Auszahlung von einem Grenzgänger beantragt, so sollte er seine Freistellungsbescheinigung direkt dem Antrag beifügen. So erspart er sich das Steuererstattungsverfahren.

Antrag auf Entschädigung für verfallene Urlaubsansprüche aus dem Jahr 2014
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