Beitragsmeldung/Beitragszahlung

Ab dem Meldemonat Januar 2010 entfällt die bislang gesondert abzugebende ZVK-Beitragsmeldung sowohl für gewerbliche Arbeitnehmer als auch Angestellte.

Die Höhe des zu entrichtenden Sozialkassenbeitrages wird ab dem Meldemonat Januar 2010 aus der Summe der einzelnen Bruttolöhne aus den arbeitnehmerbezogenen Meldungen gebildet.

Die Höhe des zu entrichtenden Sozialkassenbeitrages für Angestellte wird automatisiert für jeden von Ihnen angemeldeten Angestellten errechnet.


Überweisung

Die Sozialkassenbeiträge sind vom Arbeitgeber an die Urlaubs- und Lohnausgleichskasse Wiesbaden (SOKA-BAU) zu entrichten. SOKA-BAU muss spätestens bis zum 20. des jeweiligen Folgemonats über die Sozialkassenbeiträge für gewerbliche Arbeitnehmer und für Angestellte für den jeweils fälligen Abrechnungszeitraum verfügen können.

Mit dem Sozialkassenbeitrag können Sie in einer einzigen Überweisung auch die Winterbeschäftigungs-Umlage zahlen.

Bankverbindung der Urlaubs- und
Lohnausgleichskasse Wiesbaden:

Landesbank Hessen-Thüringen
Frankfurt am Main
Bankleitzahl: 500 500 00
Konto-Nummer: 16 900 003
IBAN: DE 17 5005 0000 0016 9000 03
BIC: HELA DE FF
(Gemeinsames Konto für Sozialkassenbeitrag
und Winterbeschäftigungs-Umlage)


Lastschriftverfahren

Sie haben auch die Möglichkeit, Ihren Beitrag und die Winterbeschäftigungs-Umlage komfortabel per Lastschrift von
SOKA-BAU einziehen zu lassen. Um diese Möglichkeit zu nutzen, sendet SOKA-BAU Ihnen ein Formular zu. Ihren Wunsch nehmen wir gerne unter der Rufnummer 089/53989-0 entgegen.


Saldierung von Beiträgen und Erstattungen

Im monatlichen Saldierungsverfahren wird die Differenz zwischen Beitrag und Erstattungen abgerechnet. Die nachträgliche Saldierung bietet Ihnen die Möglichkeit, auch bereits entstandene Beitragsrückstände nebst Verzugszinsen und Kosten unter Berücksichtigung von Erstattungen ausgleichen zu können.

Beitragsforderungen eines Meldemonats werden mit Erstattungen für gezahlte Urlaubs- oder Ausbildungsvergütungen desselben Monats unter folgenden Voraussetzungen saldiert:
• Die Meldungen liegen vollständig für alle Arbeitnehmer vor.
• Es bestehen keine Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Erstattungen.
• Sie überweisen vorab den Differenzbetrag zwischen dem
Erstattungsbetrag und dem höheren Sozialkassenbeitrag.

Die Gutschrift der Erstattungen zum Ausgleich des Beitrags erfolgt zum Zeitpunkt der Differenzzahlung. Sofern diese Zahlung erst nach der Beitragsfälligkeit eintrifft werden bis zu diesem Zeitpunkt Verzugszinsen berechnet.

Sind Ihre Erstattungsforderungen höher als der Beitrag, erfolgt umgehend die Auszahlung des Differenzbetrages auf Ihr Bankkonto. Sofern Sie dies wünschen, kann hiervon zunächst ein bestehender Sollsaldo bei der Winterbeschäftigungs-Umlage ausgeglichen werden und erst dann ein zu Gunsten Ihres Betriebs verbleibendes Guthaben auf Ihr Bankkonto überwiesen werden.
Sollten Sie diese Einbeziehung der Winterbeschäftigungs-Umlage wünschen, senden Sie bitte eine entsprechende Erklärung SOKA-BAU. unterschrieben an SOKA-BAU.

Die Saldierung ist seit 01.07.2013 das obligatorische monatliche Abrechnungsverfahren, sofern keine Teilnahme am Spitzenausgleich erfolgt.

Auch wenn Ihr Beitragskonto einen Beitragsrückstand aufweist, steht einer Saldierung der Beiträge mit Erstattungsleistungen unter den eingangs genannten Voraussetzungen künftig nichts mehr entgegen. Bei der Zahlung des Differenzbetrags zwischen dem Erstattungsbetrag und dem höheren Sozialkassenbeitrag berücksichtigen Sie bitte auch eventuell bereits entstandene Verzugszinsen und Kosten.

Die Saldierung gilt auch für Forderungen, die vor dem 01.07.2013 entstanden sind.

Beispiele zur Saldierung

Beispiele zur Saldierung

Beispiel 1: Laufende monatliche Saldierung

Der Betrieb A hat bis einschließlich Juli 2013 alle Meldungen vollständig eingereicht und alle Beiträge bezahlt. Die zum 15.09.2013 fällige Meldung für den Monat August 2013 wird am 12.09.2013 vollständig eingereicht. Aus diesen gemeldeten Bruttolöhnen ergibt sich eine Beitragsforderung in Höhe von 7.000,00 EUR sowie ein Erstattungsanspruch für gewährten Urlaub von 3.000,00 EUR.

Der sich aus der Meldung ergebende Beitrag kann mit den Erstattungen saldiert werden, sobald die Differenzzahlung eingeht. Rechnung:

Beitragsforderung 7.000,00 EUR
Erstattungsbetrag ./. 3.000,00 EUR
Differenzbetrag 4.000,00 EUR

Der Betrieb zahlt nur die Differenz von 4.000,00 EUR bis zum 20.09.2013 bzw. diese wird per Lastschrift eingezogen.


Beispiel 2: Laufende monatliche Saldierung

Der Betrieb A hat bis einschließlich Juli 2013 alle Meldungen vollständig eingereicht und alle Beiträge sind bezahlt. Die zum 15.09.2013 fällige Meldung für den Monat August 2013 wird am 12.09.2013 vollständig eingereicht. Aus dieser Meldung ergibt sich aus den gemeldeten Bruttolöhnen eine Beitragsforderung in Höhe von 4.500,00 EUR sowie ein Erstattungsanspruch für gewährten Urlaub von 5.000,00 EUR.

Der sich aus der Meldung ergebende Beitrag wird mit den Erstattungen saldiert. Rechnung:

Beitragsforderung 4.500,00 EUR
Erstattungsbetrag ./. 5.000,00 EUR
Differenzbetrag 500,00 EUR

Da der Erstattungsbetrag höher als die Beitragsforderung ist, wird die verbleibende Differenz von 500,00 EUR umgehend von SOKA-BAU an den Betrieb überwiesen bzw. auf Wunsch des Betriebes auch zum Ausgleich der Winterbeschäftigungs-Umlage verwendet.


Beispiel 3: Saldierung zunächst nicht möglich

Die zum 15.09.2013 fällige Meldung für den Monat August 2013 wurde am 12.09.2013 vollständig eingereicht. Aus den gemeldeten Bruttolöhnen ergab sich eine Beitragsforderung in Höhe von 4.500,00 EUR sowie ein Erstattungsanspruch für gewährten Urlaub von 3.000,00 EUR. Der sich aus der Meldung ergebende Beitrag wurde nicht mit Erstattungen saldiert, weil der Betrieb den Differenzbetrag bislang nicht bezahlt hatte. Die zum 15.10.2013 fällige Meldung für den folgenden Monat September 2013 wird am 10.10.2013 eingereicht. Aus den gemeldeten Bruttolöhnen ergibt sich eine Beitragsforderung in Höhe von 4.000,00 EUR sowie ein Erstattungsanspruch für gewährten Urlaub von 2.000,00 EUR. Folgende Summen sind aus beiden Monaten nun aufgelaufen:

Beitragsforderung 8.500,00 EUR
Erstattungsbetrag 5.000,00 EUR

Der sich aus den Meldungen ergebene Beitrag wird nicht mit den Erstattungen saldiert, solange die Differenzzahlung in Höhe von 3.500 EUR, die zum Kontenausgleich führt, nicht eingetroffen ist. Aus der gesamten Beitragssumme, für die Verzug eingetreten ist, entstehen Verzugszinsen.


Beispiel 4: Nachträgliche Saldierung

Die seit Februar 2013 fälligen Meldungen für den Januar bis Mai 2013 wurden regelmäßig eingereicht. Aus diesen Meldungen ergibt sich eine Beitragsforderung in Höhe von 10.500,00 EUR sowie ein Erstattungsanspruch für gewährten Urlaub von 6.000,00 EUR. Zahlungen erfolgten nicht. Verzugszinsen in Höhe von 225 EUR wurden per 30.06.2013 berechnet. Der Betrieb zahlt am 01.07.2013 4.725,00 EUR ein.

Beitragsforderung 10.500,00 EUR
Zinsforderung zzgl. 225,00 EUR
Erstattungsbetrag ./. 6.000,00 EUR
Differenzbetrag 4.725,00 EUR

Der sich aus den Meldungen ergebende Beitrag wird mit den Erstattungen saldiert, da es durch die Differenzzahlung zum Ausgleich des Beitragskontos kommt.

Service

Formular SOKA-BAU Saldierung (ohne Lastschrifteinzug)
www.soka-bau.de

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